Prüfung Englisch 2019

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Schriftliche Prüfung


Die Noten für die Jahresleistungen in den Fächern der schriftlichen Prüfung sind etwa eine Woche vor Beginn der schriftlichen Prüfung dem Schulleiter vorzulegen und dem Schüler mitzuteilen, in den übrigen Fächern etwa drei Wochen vor Beginn der mündlichen Prüfung und der Kompetenzprüfung (RSPrO § 3 Abs. 2). Die Noten der schriftlichen Prüfung in den einzelnen Fächern werden den Schülern etwa zwei Wochen vor Beginn der mündlichen Prüfung bekanntgegeben (RSPrO § 4 Abs. 7). Jede Prüfungsarbeit wird vom Fachlehrer der Klasse und anschließend von einem vom Staatlichen Schulamt bestellten Fachlehrer einer anderen Schule (Zweitkorrektor) beurteilt und bewertet. Hierbei kennt der Zweitkorrektor die vorangegangene Beurteilung und Bewertung (RSPrO, § 4 Abs. 5).

Die schriftliche Prüfung in der Pflichtfremdsprache besteht aus den Teilbereichen:
• textorientierte Aufgaben (Aufgabenteil A),
• kontextbezogene Aufgaben zu Wortschatz und grammatischen Strukturen (Aufgabenteil B),
• themengebundene Sprachproduktion (Aufgabenteil C),
• sowie Anwendung erworbener Arbeitstechniken und methodischer Fertigkeiten (Aufgabenteil D).

Im Aufgabenteil C1 und C2 (Creative Writing / Expression dirigée) soll die Schülerin / der Schüler nachweisen, dass sie / er in der Lage ist, ein Thema in einem vorgegebenen Textumfang darzustellen.
Im Aufgabenteil C1 wird ein Textumfang von ca. 60 Wörtern erwartet. Bei einer Abweichung (weniger als 50 bzw. mehr als 80 Wörter) ist ein Punktabzug entsprechend folgender Tabelle vorzunehmen:

Wortzahl C 1

Punktabzug

ab 49 / 81

1,5

ab 39 / 91

3

ab 29 / 101

4,5

ab 19 / 111

6

ab 9 / 121

7,5

ab 0 / 131

9


Im Aufgabenteil C2 wird ein Textumfang von ca.120 Wörtern erwartet. Bei einer Abweichung (weniger als 100 bzw. mehr als 160 Wörter) ist ein Punktabzug entsprechend folgender Tabelle vorzunehmen:

Wortzahl C 2

Punktabzug

ab 99 / 161

1,5

ab 89 / 171

3

ab 79 / 181

4,5

ab 69 / 191

6

ab 59 / 201

7,5

ab 49 / 211

9

ab 39 / 221

10,5

ab 29 / 231

12

ab 19 / 241

13,5

ab 9 / 251

15

ab 4 / 261

16,5

ab 0 / 271

18


Die Schülerinnen und Schüler sind rechtzeitig vor der Prüfung über die noch zulässige Abweichung vom jeweiligen Textumfang zu informieren und darüber zu unterrichten, dass bei darüber hinausgehender Abweichung ein gestaffelter Punktabzug vorgenommen wird.

Insgesamt stehen den Schülerinnen und Schüler für die schriftliche Prüfung 120 Minuten Bearbeitungszeit zur Verfügung.
In der schriftlichen Prüfung darf kein Wörterbuch verwendet werden.

EuroKom


Im ersten Schulhalbjahr der Klasse 10 wird in der Pflichtfremdsprache der Realschule eine mündliche Prüfung durchgeführt, für die das Kultusministerium zentrale Prüfungsmaßstäbe vorgibt (EuroKomPrüfung). Diese wird von der Fachlehrkraft der Klasse und einer weiteren vom Schulleiter bestimmten Fachlehrkraft abgenommen. Die Schüler werden gemäß ihren Wünschen einzeln oder zu zweit geprüft. Die EuroKomPrüfung dauert etwa 15 Minuten je Schüler, wobei die drei Prüfungsteile in etwa den gleichen zeitlichen Umfang haben sollen. Zwischen den einzelnen Prüfungsteilen darf keine Pause gemacht werden. Direkt im Anschluss setzen die beiden beteiligten Fachlehrkräfte die Note fest und teilen diese unmittelbar dem Schüler auf Wunsch mit.

 

Die beigefügten zentralen Maßstäbe EuroKom sind genau zu beachten.

 

1. Nachteilsausgleich für hörgeschädigte Schüler in der EuroKomPrüfung

Bei erforderlicher Anwendung des Nachteilsausgleichs können für hörgeschädigte Schüler im Prüfungsteil b) Hörverstehen - je nach Einzelfall - beispielsweise folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • gute akustische Bedingungen schaffen (kein Störschall); allein im Raum sitzen
  • technische Hilfsmittel: Abspielen direkt aufs Ohr mit FM-Anlage
  • Aufgabe mehrmals (3- bis 4-mal) vorspielen
  • Bearbeitungszeit verlängern
  • Aufgaben splitten und in der Pause Notizen machen lassen
  • Lippenlesen: Vorlesen durch die Fachlehrkraft bzw. die Fachlehrkräfte.

Eine Verschriftlichung des Hörtextes oder Visualisierungshilfen mit Bildern und einzelnen Wörtern durch eine PowerPoint-Präsentation ist nicht zulässig, da diese Maßnahme nicht der Kompetenz Hörverstehen entspricht.

 

2. Nachteilsausgleich für mutistische Schüler in der EuroKomPrüfung

a) Präsentation des Schwerpunktthemas

Die selbstständige Strukturierung eines Themas kann auch schriftlich nachgewiesen werden, z. B. mit Plakaten und schriftlich formulierten Texten oder in „Originalzeit“ über Laptop geschrieben und über Beamer gezeigt; dies ist zwar aufwändig, entspräche aber am ehesten noch der Zielsetzung einer „freien Rede“. Wenn aber die „verständliche und anschauliche Darstellung und Erläuterung“ nur schriftlich erfolgt, ist dies gegenüber dem mündlichen Vortrag eine erheblich schlechtere Leistung. Nach den Bewertungsvorgaben für die EuroKomPrüfung kann ein mutistischer Schüler durch eine derart gestaltete schriftliche Präsentation maximal die Hälfte der für diesen Prüfungsteil vorgesehenen Punktzahl erreichen, da die Punkte, die für die Sprache vergeben werden, entfallen.

b) Hörverstehen

Hier geht es um das passive Verständnis eines gesprochenen Textes. Dies kann auch in schriftlicher Form nachgewiesen werden (Papierform oder Laptop mit Beamer), so dass der mutistische Schüler die volle für diesen Prüfungsteil vorgesehene Punktzahl erreichen kann.

c) kommunikative und situative Aufgabenform

Dieser Prüfungsteil kann über ein „schriftliches Gespräch“ (Papier hin und her) erfolgen. Dies ist jedoch wenig „spontan“. Daher ist auch hier die Leistung durch den Ausfall der mündlichen Kommunikation schlechter als die der Mitschüler. Auch hier können aufgrund der Bewertungsvorgaben für die EuroKomPrüfung maximal die Hälfte der Punkte vergeben werden, da in der schriftlichen Kommunikation weder die Rollenidentifikation noch die Sprache entsprechend der mündlichen Kommunikation deutlich werden.

Bei der Gewährung eines Nachteilsausgleichs für mutistische Schüler nach diesen Maßgaben legt der betreffende Schüler eine EuroKomPrüfung ab, die kein Surrogat des mündlichen Anforderungsprofiles darstellt. Die Note wird durch den Wegfall der mündlichen Kommunikation schlechter. Die maximal erreichbare Punktzahl liegt bei 15 Punkten. Somit kann bestenfalls die Note 3,0 erreicht werden.

Sofern der Schüler dies wünscht, kann die Schule in einem Begleitschreiben darauf hinweisen, dass die Englischnote ohne mündliche Leistungen zustande kam, da es sich um einen mutistischen Schüler handelt. Ein Eintrag ins Abschlusszeugnis ist nicht möglich.

Optionale mündliche Prüfung in Deutsch, Mathematik und Pflichtfremdsprache


Nach Bekanntgabe der Noten in den schriftlich geprüften Fächern Deutsch, Mathematik und Pflichtfremdsprache können die Schüler zusätzlich in diesen Fächern eine mündliche Prüfung wählen. Die zusätzlich gewählten mündlichen Prüfungen sind spätestens am zweiten Unterrichtstag nach der Bekanntgabe der schriftlichen Prüfungsergebnisse gegenüber dem Schulleiter zu benennen. Die Schüler werden von der Fachlehrkraft beraten. Diese zusätzlichen mündlichen Prüfungen sollten dann empfohlen werden, wenn dem Schüler Chancen auf eine Verbesserung der Endnote im betreffenden Fach eingeräumt werden.

Der Prüfungsvorsitzende kann weitere Lehrkräfte oder Lehreranwärter als Zuhörer bei der Prüfung und Beratung zulassen, sofern der Prüfling sein Einverständnis erteilt hat.

Die mündliche Prüfung kann als Einzel- oder Gruppenprüfung durchgeführt werden. Die Entscheidung trifft der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Dem Schüler wird vor Beginn der Prüfung die Möglichkeit gegeben, ein Schwerpunktthema zu benennen. Das Schwerpunktthema wird in die mündliche Prüfung des jeweiligen Faches einbezogen.

Die Schule kann dem Schüler vor der mündlichen Prüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Pflichtfremdsprache Aufgaben schriftlich vorlegen. In diesem Fall sollte dem Schüler eine angemessene Vorbereitungszeit eingeräumt werden.

Die Aufgaben werden überwiegend dem Stoffgebiet der Klasse 9 und 10 der Realschule entnommen und von der Fachlehrkraft gestellt. Der Leiter des Fachausschusses kann die Aufgaben erweitern oder einschränken.

Jeder Schüler wird je Fach etwa zehn Minuten geprüft.

In Ergänzung zu § 5 Abs. 2 der Prüfungsordnungen für Realschulen, Abendrealschulen und Freien Waldorfschulen wird für die mündliche Prüfung analog zur fächerübergreifenden Kompetenzprüfung Folgendes festgelegt:

Jedem Fachausschuss gehört als Leiter der Vorsitzende oder ein von ihm bestelltes Mitglied des Prüfungsausschusses, das an einer anderen Schule tätig ist, an.